Ich liebe meine Kinder bedingungslos und doch behandle ich jedes von ihnen unterschiedlich. Dabei bin ich nicht immer gerecht. Das denke ich über mich selbst und das sagen mir meine Kinder von Zeit zu Zeit. Warum schaffe ich es nicht, alle gleich zu behandeln? Das und meine Maßnahmen für ein gerechtes zu Hause lest Ihr in dem folgenden Blogbeitrag.

Ich bin nicht immer gerecht, weil ich ein Mensch bin und kein Mensch ist perfekt. Damit könnte ich es auf sich beruhen lassen. Aber ich möchte mehr, ich möchte gerne zu allen meinen Kindern gerecht sein. Ich möchte sie alle gleich behandeln. Doch genau das ist unendlich schwierig. Schließlich sind meine Kinder unterschiedlich. Sie sind Individuen. Jedes von ihnen ist anders.

Viele verstehen Gerechtigkeit als ein Verhalten, das jedem gleichermaßen sein Recht gewährt. Ginge es nur darum, meinen Kindern die gleichen Rechte zu gewähren, würden wir die Kinder gerecht erziehen. Sie bekommen das gleiche Essen, jeweils ein Zwillingspaar hat einen Vorrat an Kleidung. Sie gehen in denselben Kindergarten. Dank Corona sind sie im Kindergarten in demselben Bereich und haben dieselben Erzieherinnen. Ganz schön gerecht, oder?

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Hallo Ihr Lieben,

schon vor ein paar Tagen habe ich mit den Planungen für den ersten Kindergeburtstag angefangen.

Meine Jungs haben im März Geburtstag und werden vier Jahre alt. Zeit vergangene Kindergeburtstage Revue passieren zu lassen und Gelungenes beizubehalten.

Ich will, dass meine Kinder am Ende ihres Ehrentages glücklich sind und unser zu Hause noch intakt und bewohnbar ist. Angesichts einer Horde bewegungsfreudiger Jungs kein leichtes Unterfangen. Auch Mädchen verfügen in geballter Anzahl über Zerstörungspotential. Grund genug sich über Ablauf und Ort (zu Hause oder nicht?) Gedanken zu machen.

Zu Hause feiern oder eine Location buchen?

Lange Jahre war ich dagegen, eine Location für einen Kindergeburtstag zu buchen- jedenfalls bei kleinen Kindern. Die ersten Kindergeburtstage setzen Maßstäbe. Wer aufwendig beginnt, wird seinem Kind schwer vermitteln können, dass die Kindergeburtstage von Jahr zu Jahr bescheidener und nicht aufwendiger werden. Sprich, was soll nach einem spannenden Tag auf dem Erlebnisbauernhof mit Ponyreiten und Gokart fahren noch kommen? Will ich jedes Jahr das Highlight aus dem Vorjahr toppen?

Außerdem gestaltet sich gerade bei kleinen Kindern die Auswahl der Location schwierig. Das Gelände muss übersichtlich und mit Zäunen, Gattern oder Mauern abgegrenzt sein. Bietet der Veranstaltungsort zu viele Angebote, die für kleine Kinder ungeeignet sind, macht sich schnell Frustration breit.

Nicht zuletzt spielen die Finanzen eine entscheidende Rolle. Eine extern gebuchte Feier kostet oft viel mehr als ein Geburtstag zu Hause und muss nicht schöner sein. Meine Töchter haben im letzten Jahr eine Prinzessinnen Kostümparty bei uns zu Hause gefeiert. Das Ganze war ein voller Erfolg und kostengünstig obendrein. Wie ich das gemacht habe? Lest selbst meine Tagesplanung für einen schönen Mädchengeburtstag im Vorschulalter:

Mein Motto: Kleiner Aufwand – große Wirkung

Gerade bei Kindergeburtstagen versuche ich mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel zu erreichen. Das fängt mit der Einladungskarte an und hört bei den Gastgeschenken (nicht) auf.

Die Einladungskarte

Die Einladungskarten bastele ich mit meinen Kindern selbst. Am einfachsten ist es, sich aus dem Internet eine kostenlose Malvorlage mehrfach auszudrucken und auszumalen. Auf die Rückseite kommt der Einladungstext. Auch sonst lässt sich jedes Motto mithilfe von Tonpapier und bunten Aufklebern in schöne Einladungskarten umsetzen. Vorlagen findet Ihr reichlich im Worldwide Web.

Die Geburtstagstorte

Die Geburtstagstorte backen die Kinder und ich mit promovierter Hilfe von Dr. Oetker (unbezahlte Werbung) selbst. Damit für jeden Geschmack etwas dabei ist, backe ich zwei Kuchen. Beliebt sind Schokolade und ein heller Teig als Alternative.

Mit den Backmischungen gelingen meine Kuchen immer und schmecken obendrein. Backen nach Rezept ist mir einen Tag vor dem großen Ereignis einfach zu riskant. Der einfache Kuchen aus der Packung wird durch die richtige Deko zu einem echten Highlight. Zuckerguss oder Fondant sorgen für einen königlichen Untergrund in weiß oder rosa. Perlen und ein Hauch von Glitzer in Silber vollenden das majestätische Meisterwerk.

 

Die Deko

Wie verwandelt sich unser familientauglicher Wohnsitz innerhalb kürzester Zeit in eine Partylocation, die zweier Prinzessinnen würdig ist? Die Einfachste aber teure und ökologisch bedenkliche Variante ist, ein fertiges Partyset zu kaufen. Erhältlich sind Sets mit Tellern, Tassen, Luftballons und Einladungskarten in einem einheitlichen Look aus Pappe und Papier. Geboten wird nahezu jedes Motto von Prinzessin zu Pirat oder Bauernhof. Sieht man sich die Sets an, stellt man fest, dass das Preis-Leistungsverhältnis oft schlecht ist. Außerdem produziert man haufenweise Papiermüll.

Ich habe eine umweltfreundlichere Alternative mit einem besseren Preis-Leistungsverhältnis gefunden. Unsere Tischdecke besteht aus Geschenkpapier, mit dem ich den Tisch umwickle. Ich überlege eine wieder verwendbare Wachstuchtischdecke in rosa zu kaufen, die noch einige Prinzessinnengeburtstage überlebt. Teller und Tassen rekrutiere ich aus unserem eigenen Bestand: Weißes Geschirr  auf rosa Tischdecke akzeptieren meine beiden Prinzessinnen. Als Besteck dienen unsere Kuchengabeln. Verzichtet man auf rosa Luftballons, die eine preiswerte und effektive Deko bieten, bleibt selbstgebastelte Deko aus Tonpapier.

Girlanden lassen sich dem Alter der Gäste entsprechend aus diversen Materialien herstellen:

  • Pfeifenputzer;
  • Wolle, die zu Quasten gebunden wird;
  • Muffinförmchen aus Papier;
  • Tonpapierschleifen.

Wer nähen kann, ist klar im Vorteil und kann Stoffreste in jeglicher Form verarbeiten.

Beklebte Gläser aus Glas oder bemalte Brotpapiertüten zieren den Eingangsbereich und bieten das Entree zu dem Geburtstagspalast.

Das Partyprogramm

Gerade bei Geburtstagen zu Hause kann es schwierig sein, die kleinen Gäste drei Stunden zu bespaßen. Schnell ist der Kuchen gegessen und alle Spiele sind gespielt. Bei mir hat folgendes Programm acht Prinzessinnen von 15 Uhr bis 18:30 Uhr beschäftigt:

15:00 Uhr bis 15:15 Uhr: Begrüßung

Da wir eine Kostümparty gefeiert haben, sind alle Partygäste bereits verkleidet erschienen. Wir haben im Hochsommer gefeiert und alle Besucherinnen gebeten, Badeanzüge und Handtücher mitzubringen. Zur Begrüßung hat jeder Gast eine Papierkrone bekommen. Nachhaltiger aber auch teurer wäre ein Haarreif gewesen. Das Gastgeschenk nimmt auch dem schüchternsten Partygast die Angst und das erste Mitgebsel ist in den Tagesablauf eingebunden.

15:15 Uhr bis 15:30 Uhr: Kuchenessen

Das Kuchenessen dauert nach meiner Erfahrung maximal eine halbe Stunde, weshalb ich 15 Minuten eingeplant hatte. Ich habe immer kleine Hummeln zu Gast, die nach spätestens 20 Minuten wieder aufspringen. Selbst intensives Kerzenauspusten kann die Verweildauer am Tisch nur minimal verlängern.

15:30 Uhr bis 15:45 Uhr: Flaschendrehen

Ein weiterer einfach zu realisierender Programmpunkt ist das Flaschendrehen. Du benötigst nur:

  • eine leere 1 l Glasflasche (Plastikflaschen sind zu leicht und drehen sich nicht gut);
  • die Geschenke und
  • alle Kinder, die sich in einem Kreis auf dem Boden zusammensetzen.

Jeder Gast hält sein Geschenk. Das Geburtstagskind darf als erstes die Flasche drehen und öffnet das Geschenk des Kindes zuerst, auf das die Flasche nach dem Anhalten zeigt. Danach dreht dieses Kind die Flasche und das Geburtstagskind öffnet das Geschenk des nächsten durch die Flasche ausgesuchten Gastes.

15:45 Uhr bis 16 Uhr: Bastelaktion als Vorbereitung der Schnitzeljagd

Bei Mädchen sehr beliebt und zeitaufwendig sind Bastelaktionen. Ich baue bei Schnitzeljagden mindestens eine Bastelaktion in die Schnitzeljagd ein. Hier war es eine Stofftasche, die die Kinder bemalt und dann auf die Schnitzeljagd mitgenommen haben, um die Trophäen zu sammeln. Die Kinder haben auf dem Boden gebastelt, weil unser Esstisch noch belegt war. Als Bastelunterlage kann eine Wachstuchtischdecke dienen.

16.00 Uhr bis 16.45 Uhr: Schnitzeljagd

Die Schnitzeljagd ist der kritische Punkt des Kindergeburtstags. Von ihrer Länge hängt es ab, wie lange Du die Kinder (kontrolliert) beschäftigen kannst. Meine Erfahrung sagt, je länger desto besser. Das ist leichter gesagt als getan. Kinder sind schlau und schnell. Jedes Mal denke ich, dass die Schnitzeljagd zu lang dauern wird und dann war sie doch zu kurz oder gerade richtig.

16.45 Uhr bis 18 Uhr: Schwimmen, Kinderdisco oder freies Spiel

Sommergeburtstage bieten den Vorteil, dass die Kinder draußen spielen können. Ideal ist natürlich ein Swimmingpool aber jede andere Form von Wasserspielen ist immer sehr willkommen.

Als Geheimwaffe hat sich außerdem eine Kinderdisco erwiesen – allwettertauglich und sehr beliebt. Man nehme Kinderlieder und eine Discokugel, schalte das Licht aus und die Mucke an. Schon sind die lieben Kleinen beschäftigt.

Nicht zuletzt verfügen Kinder über die wunderbare Eigenschaft, in nahezu jeder Situation miteinander zu spielen. Falls sich Grüppchen bilden, lege ich Malsachen bereit. Die Kinder, die sich keiner bestimmten Gruppe anschließen wollen oder eine Auszeit brauchen, können dann malen. Die anderen vergnügen sich im Kinderzimmer.

18:00 Uhr bis 18.30 Uhr Abendessen

Als Abendessen bieten sich Nudeln mit Tomatensauce an. Ich bevorzuge vegetarische Gerichte, weil sie am besten mit den unterschiedlichen Essgewohnheiten kompatibel sind. Ich stelle Nudeln und Tomatensauce immer getrennt auf den Tisch, falls ein Kind keine Tomatensauce mag. Als Alternative zu der Tomatensauce kannst Du auch Pesto oder Sahneauce anbieten.

18:30: Abschied und Gastgeschenke

Um 18:30 Uhr wird des Zeit Abschied zu nehmen, den wir mit Geschenken versüßen. Da wir nur kleine Geschenke überreichen, spreche ich lieber von „Mitgebseln“. Mitgebsel sind ein heikles Thema, sie sollen

  • nicht billig aussehen und
  • zum Motto passen.
  • gesund sein;
  • keinen Zucker enthalten und
  • nicht aus Plastik sein.

Kurzum gewünscht ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Gastgeschenken. Ich versuche mit einem Kompromiss allen Anliegen gerecht zu werden. Ich bemühe mich möglichst viele Mitgebsel in den Spielablauf einzubauen, das allein wertet die Geschenke in den Augen der Kinder auf. Plastik versuche ich zu vermeiden. Süßigkeiten gebe ich mit, aber in Maßen. Die Tüten bastele ich nach Möglichkeit selbst aus Geschenkpapier. Hier bieten sich zum Beispiel die „Reste“ der Tischdecke an.

So… UND DANN SIND ALLE ZUR TÜR HERAUS UND DIE EIGENEN KINDER MÜDE UND GLÜCKLICH

Wie laufen die Kindergeburtstage bei Euch ab? Wie feiert Ihr? Zu Hause oder bucht Ihr einen Veranstaltungsort?